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ISFA Japan Trip 2024 – Street Football in Japan

Nächtliche Sessions unter Tokios Brücken, 3vs3 im Saitama Stadium, Workshops mit Kindern und Begegnungen in Osaka. Der ISFA Japan Trip 2024 zeigte uns eine Street Football Kultur mit ganz eigenem Stil.

September 2024 Tokio, Saitama und Osaka, Japan Text: Julian Stieger
Internationale Street Football Community beim ISFA Japan Trip 2024.
ISFA Japan Trip 2024 zwischen Tokio, Saitama und Osaka.

Im September 2024 führte uns die ISFA Community nach Japan. Mitglieder aus mehreren Ländern kamen zusammen, um Street Football nicht nur zu spielen, sondern die Szene, die Menschen und den ganz eigenen Stil des Landes kennenzulernen. Zwischen nächtlichen Sessions unter den Brücken Tokios, einem internationalen 3vs3 Turnier im WM 2002 Stadion in Saitama, Workshops mit Kindern und Begegnungen in Osaka wurde die Reise zu einem Abenteuer, das weit über Fußball hinausging.

Nächte unter den Brücken von Tokio

Tokio war Asphalt Wiens erster intensiver Kontakt mit der japanischen Street Football Kultur. Gemeinsam mit den Tokyositamachickerz spielten wir unter Brücken, oft bis tief in die Nacht. Auf engem Raum entstanden schnelle 2 gegen 2 Matches, Panna Duelle und endlose Eins gegen Eins Situationen. Niemand wollte wirklich aufhören. Meist war erst Schluss, wenn die Beine schwer wurden oder die Polizei uns daran erinnerte, dass auch die längste Session irgendwann ein Ende hat. Genau dort spürten wir zum ersten Mal, wie viel Leidenschaft, Technik und eigener Charakter in der japanischen Streetfootball-Szene steckt.

Nächtliche Street Football Session mit den Tokyositamachickerz in Tokio.

Ein internationales Turnier an einem historischen Ort

Am 29. September folgte eines der großen Highlights der Reise. Im Saitama Stadium 2002 fand ein internationales 3vs3 Turnier statt, bei dem Teams und Spieler aus unterschiedlichen Ländern aufeinandertrafen. Allein die Kulisse machte diesen Tag besonders. Das Stadion war 2002 selbst Schauplatz der Fußball Weltmeisterschaft und wurde nun zum Treffpunkt einer neuen internationalen Street Football Generation. Auf dem Court kamen verschiedene Spielstile, Mentalitäten und Ideen zusammen. Genau diese Vielfalt machte das Turnier zu mehr als einem sportlichen Wettbewerb und erinnerte daran, wie verbindend Fußball sein kann.

Video vom 3vs3 Turnier im Saitama Stadium

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Das Turnier im Saitama Stadium 2002 im Video.
Internationales 3vs3 Turnier beim Saitama Stadium 2002.

Zwischen Futsal, Schulen und der nächsten Generation

Neben den Sessions und dem Turnier ging es auf dieser Reise auch darum, voneinander zu lernen. Wir durften uns mit einer Futsal Mannschaft aus Saitama messen und dabei erleben, wie sich Futsal und Street Football gegenseitig beeinflussen können. Noch wichtiger waren die Workshops mit Kindern, die sowohl in Schulen als auch direkt beim Saitama Stadium stattfanden. Dort ging es nicht darum, wer gewinnt. Tricks wurden gezeigt, ausprobiert und weitergegeben, und innerhalb weniger Minuten entstand über den Ball eine gemeinsame Sprache. Für die Kinder war es die Möglichkeit, Spieler aus anderen Ländern kennenzulernen. Für uns war es mindestens genauso inspirierend zu sehen, mit welcher Offenheit und Freude sie das Spiel angenommen haben.

Workshop mit Kindern in Saitama.

Osaka und ein eigener Street Football Style

Die Reise führte uns weiter nach Osaka, wo wir erneut auf eine starke lokale Szene trafen. Auch hier wurde schnell klar, dass japanischer Street Football nicht einfach eine Kopie anderer Szenen ist. Die Spieler verbinden technische Präzision mit Kreativität, Respekt und einer ganz eigenen Energie. Moves werden nicht nur eingesetzt, um einen Gegner zu schlagen, sondern auch, um sich auszudrücken. Gerade dieser Mix aus Kontrolle und Freiheit machte die Begegnungen in Osaka so besonders. Es war einer dieser Orte, an denen man nach wenigen Minuten versteht, warum Street Football nicht überall gleich aussehen muss und genau deshalb weltweit funktioniert.

Street Football Session und Begegnungen in Osaka.

Mehr als eine Fußballreise

Je länger die Reise dauerte, desto weniger ging es nur um einzelne Spiele oder Ergebnisse. Die eigentliche Stärke des Trips waren die Begegnungen. Menschen aus unterschiedlichen Ländern kamen über 3vs3, Panna und Street Football zusammen, teilten ihre Ideen und wurden innerhalb weniger Tage zu einer kleinen internationalen Community. Japan selbst war faszinierend, doch es waren vor allem die Menschen, die diese Reise geprägt haben. Aus gemeinsamen Sessions entstanden Freundschaften über Kontinente hinweg. Aus einem Turnier wurde ein Austausch von Kulturen. Und aus vielen einzelnen Erlebnissen entstand die Erinnerung an eine Reise, bei der der Fußball immer der Ausgangspunkt war, aber nie die ganze Geschichte.

Internationale ISFA Community beim Japan Trip 2024.
„

Japan hat mir gezeigt, wie unterschiedlich Street Football auf der Welt aussehen kann und wie ähnlich sich die Leidenschaft dahinter trotzdem überall anfühlt. Japan stand schon lange auf meiner Liste als Reiseziel, aber die Street Football Kultur, die Menschen und die gemeinsamen Erlebnisse haben diese Reise zu etwas gemacht, das ich nie vergessen werde.

Julian Stieger Präsident Asphalt Wien, Teil der ISFA Community

Der ISFA Japan Trip 2024 war eine Reise, die uns sportlich und menschlich lange in Erinnerung bleiben wird. Von Tokio über Saitama bis Osaka haben wir erlebt, wie vielfältig Street Football sein kann und wie schnell der Ball Menschen miteinander verbindet. Japan hat seinen ganz eigenen Stil, aber gleichzeitig dieselbe Leidenschaft, die wir aus Wien und aus der internationalen Community kennen. Wir kamen wegen 3vs3, Panna und Street Football und gingen mit neuen Freundschaften, neuen Ideen und einer noch größeren Begeisterung für diese weltweite Szene nach Hause.

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