Gurkerl, Hosal oder a Wurzn. Wer mit diesen Ausdrücken aufgewachsen ist, weiß sofort, worum es geht. Der Ball geht dem Gegner durch die Beine, und für einen kurzen Moment ist alles gesagt.
Mehr als ein Trick
Fragt man in Österreich nach einem Panna, landet man meistens beim italienischen Dessert. Dabei beschreibt der Begriff den vielleicht schönsten Moment im Straßenfußball: den Ball zwischen den Beinen des Gegners durchzuspielen. Ein Hochgefühl, das man vor dem Fernseher nicht nachempfinden kann.
Was früher als reiner Demütigungsmove am Bolzplatz galt, ist längst eine eigenständige Disziplin. Nationale und internationale Wettbewerbe bringen die besten Techniker zusammen und schicken sie in Duelle, bei denen es keinen Mitspieler gibt, hinter dem man sich verstecken kann.
So läuft ein Panna-Turnier
Die Regeln passen auf einen Bierdeckel, genau das macht den Reiz aus. Zwei Spieler, ein Ball, ein Käfig und ein paar Minuten Zeit.
Spielfeld
- Runder Käfig
- oder abgegrenztes Kleinfeld
- Publikum direkt am Gitter
Zeit
- 1 bis 3 Minuten
- Laufende Uhr
- Kein Seitenwechsel
Wertung
- Reguläre Tore zählen
- Bei Gleichstand die Toranzahl
- oder die Entscheidung der Jury
Knockout
- Ball durch die Beine
- danach unter Kontrolle bringen
- Duell sofort gewonnen
Der Unterschied zum Tor
Ein Panna-Knockout beendet das Duell sofort, unabhängig vom Spielstand. Wer null zu zwei hinten liegt und einen sauberen Panna setzt, gewinnt trotzdem. Deshalb wird bis zur letzten Sekunde angegriffen.
Ein Moment, ein Geistesblitz, ein genialer Move. Egal, wie du es nennst – Hosal, Gurkal oder Panna. Es zählt mehr als jedes Tor.
Panna Austria
Unsere Mission
Panna ist eine Kunstform, die hierzulande noch wenig bekannt ist. Genau das wollen wir ändern. Mit der Initiative Panna Austria, die wir gemeinsam mit Kings of Klessheim gestartet haben, fördern wir die Disziplin, bauen eine Community auf und richten Schritt für Schritt eigene nationale Turniere aus.
Auf den Spuren von Panna in Österreich
Panna ist in Österreich kein völlig neues Phänomen. Bereits 2012 versuchten Michael Göbharter und Helmut Hofer-Gruber mit Panna-KO und dem damaligen Verein Panna-KO Austria, den Straßenfußball im Käfig hierzulande zu etablieren. Unterstützt wurden sie unter anderem vom ehemaligen österreichischen Nationaltorhüter Michael Konsel. Die mobilen Panna-Arenen waren bei Veranstaltungen wie dem Tag des Sports am Wiener Heldenplatz zu sehen und fanden auch ihren Weg in österreichische Medien.
2014 tourte eine Panna-KO-Arena sogar durch 15 Wiener Schulen, wo Kinder und Jugendliche die Spielform in den Pausen ausprobieren konnten. Die damalige Initiative zeigt, dass die Idee von Panna in Österreich schon einmal Fuß gefasst hatte. Mit Panna Austria möchten wir an diese Spuren anknüpfen, die Geschichte dahinter besser kennenlernen und gemeinsam mit einer neuen Generation eine nachhaltige österreichische Panna-Community aufbauen.
Vorbild Dänemark
Als Orientierung dient uns die Szene in Dänemark, allen voran Pannahouse, eines der bekanntesten ISFA-Mitglieder weltweit. Was dort in den vergangenen Jahren entstanden ist, zeigt, welches Potenzial in dieser Sportart steckt. Genau dieses Niveau wollen wir nach Österreich holen.
Schreib uns und werde Teil der Panna-Community in Österreich. Erfahrung braucht es keine, nur Lust auf 1 gegen 1.
Panna in Bildern
Das Ziel ist einfach: In ein paar Jahren soll niemand in Österreich beim Wort Panna mehr an Nachspeise denken. Bis dahin gilt, Käfig auf und weitermachen.
Präsident und Gründer von Asphalt Wien. Aufgewachsen auf Wiener Käfig- und Straßenfußballplätzen, treibt er die Panna-Community in Österreich voran.



